Anlagenbau

Regenerative Energietechnik

Dass Niersberger als klassischer Installationsbetrieb in dem Marktsegment der regenerativen Energietechnik aktiv geworden ist, liegt auf der Hand. Die Grundkompetenzen sind vorhanden. Es musste lediglich eine Transformation dieses Basiswissens stattfinden, um schließlich in diesem innovativen Segment erfolgreich zu sein.

 

Endlichkeit fossiler Brennstoffe

Niersberger konzentriert sich in diesem Geschäftsbereich auf die Photovoltaik und die Abfallvergärung bzw. die Erzeugung von Biogas. Der Grund: Die Endlichkeit fossiler Brennstoffe. Selbst nukleare Brennstoffe wie etwa Uran sind nicht in endlosen Vorkommen verfügbar. Im Gegenteil: In 60 Jahren sollen die globalen Uranvorkommen aufgebraucht sein. Noch brisanter ist die Situation bei den fossilen Brennstoffen. In etwa 40 Jahren gehen nämlich die Bestände fossiler Energieträger, wie etwa Erdöl, zur Neige. Das sagt die Internationale Energieagentur IEA. Breits in ca. 8 Jahren, so die IEA-Experten, sei das weltweite Ölfördermaximum erreicht. Danach müssen alternative Energiequellen mehr und mehr die entstehenden Lücken decken. Alleine in der Bundesrepublik Deutschland werden bereits heute ca. 20 % des Energiegesamtbedarfs über erneuerbare Energiequellen gedeckt. 2020 sollen es sogar 30 % sein, 2030 bis zu 40 %.

 

Ansatzpunkte für regenerative Energietechnik

Vor dem Hintergrund ergibt sich ein logischer Ansatzpunkt für den Einsatz regenerativer Energietechnik. Hier entwirft Niersberger kundenspezifische Lösungen, die sich an konkreten und realistischen Anforderungen orientieren. Dieser konzeptionelle Geist zieht sich durch die gesamte Entwicklungsphase, setzt sich in der Umsetzung fort und findet schließlich in der Installation und der Inbetriebnahme seine endgültige Bestimmung. Dabei ist jede Anlage anders. Denn jede Installation erfüllt konkrete Anforderungen des Kunden und beruht auf einem individuellen Konzept.

 

Abfallvergärung

Seit 2004 produzieren Biogasanlagen von Niersberger aus organischen Reststoffen (Gülle, Mist, Klärschlamm), aus biologischem Abfall (Biomüll) und aus Pflanzenmaterial (Mais, Gras, Zuckerrüber etc.) Biogas, das in elektrische Energie und Wärme umgewandelt wird.

Im besonderen Fall von Biomüll wird das Biogas in einer sog. Abfallvergärungsanlage gewonnen. Ein technischer Schritt, der Geruchsemissionen reduziert und eine sinnvolle Verwertung der Bioabfälle ermöglicht. Der Gärrest wird dabei als Dünger weiterverwertet. Ein in sich geschlossener und vor allem nachhaltiger Kreislauf, der keine Spuren hinterlässt.

So erhielt die Niersberger Group 2008 von E.ON einen Großauftrag über den Bau einer kompletten Biogasanlage. Dieses bisher größte Biogas-Projekt hatte ein Gesamtvolumen von 10 Mio. Euro.